Landesarbeitsgericht Hessen Urteil vom 16. Januar 2012 - Az: 7 Sa 615/11 Keine Altersdiskriminierung bei der Einstellung von Berufseinsteigern Eine Versicherungsgesellschaft, die ein Trainee-Programm für Berufseinsteiger ausschreibt, kann als Anforderungskriterium einen höchstens ein Jahr zurückliegenden Studienabschluss fordern, ohne dadurch andere Bewerber wegen des Alters in unzulässiger Weise zu diskriminieren. Weiterlesen
Landesarbeitsgericht Hessen Urteil vom 5. Dezember 2011 - Az: 7 Sa 524/11 Kündigung wegen Verschweigens eines Strafverfahrens (fahrlässige Tötung durch Chefarzt) Unterlässt es ein Chefarzt -trotz ausdrücklich vereinbarter Pflicht- seinen Arbeitgeber über ein anhängiges Strafverfahren, bei dem es um den Verdacht der fahrlässigen Tötung geht, in Kenntnis zu setzen, so stellt dies einen wichtigen Grund dar, der den Arbeitgeber zur außerordentlichen Kündigung… Weiterlesen
Landesarbeitsgericht Hessen Beschluss vom 19. Mai 2011 - Az: 9 TaBV 196/10 Erforderlichkeit einer Klausurtagung der BR-Mitglieder wegen Personalfrage Ist die Situation im Betriebsrat derart festgefahren, dass sich von den Betriebsratsmitgliedern trotz sich über Monate hinziehender Gespräche und zahlreicher Einzelgespräche keines für die Übernahme des Vorsitzes zur Verfügung stellt, so hat der Betriebsrat in dieser Ausnahmesituation seinen… Weiterlesen
Landesarbeitsgericht Hessen Urteil vom 21. April 2010 - Az: 6 Sa 1944/09 Abgeltung von Urlaub und Zusatzurlaub bei andauernder Arbeitsunfähigkeit Der Zusatzurlaub nach § 125 SGB IX unterliegt den allgemeinen Grundsätzen des Urlaubsrechts. Dies gilt auch für § 7 BUrlG. Fehlt es an einer günstigeren Regelung, verfällt ein Zusatzurlaub nach § 125 SGB IX wie der Urlaub nach dem Bundesurlaubsgesetz mit dem laufenden Urlaubsjahr, im Falle der… Weiterlesen
Landesarbeitsgericht Hessen Urteil vom 24. März 2010 - Az: 6/7 Sa 1373/09 Frage nach Schwerbehinderung ist unzulässig - Entschädigungsanspruch Bei einem Bewerbungsgespräch bzw. in einem Bewerbungsbogen ist die Frage des Arbeitgebers nach einer anerkannten Schwerbehinderung des Arbeitnehmers unzulässig. Beantwortet der Bewerber die Frage vorsätzlich falsch, so liegt darin keine -den Arbeitgeber zur Anfechtung des Arbeitsvertrages… Weiterlesen
Landesarbeitsgericht Hessen Urteil vom 14. April 2008 - Az: 7 Sa 1200/07 Eingruppierung; Begriff der "Gesamttätigkeit" Bestätigend und ergänzend zur Entscheidung des ArbG Fulda vom 15. Juni 2007 - 1 Ca 523/06: Nach der ständigen Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts in Eingruppierungsstreitigkeiten kommt es für die Beurteilung einer in mehreren abtrennbaren Teiltätigkeiten ausgeübten Tätigkeit regelmäßig darauf… Weiterlesen
Landesarbeitsgericht Hessen Urteil vom 28. August 2007 - Az: 1 Sa 1872/06 Diskriminierung von Teilzeitbeschäftigten; Wechselschichtzulage nach TVöD Es stellt keine Diskriminierung dar, wenn Teilzeitbeschäftigte (nur) eine -dem Umfang der Arbeitszeit- entsprechend gekürzte Wechselschichtzulage gem. §24 II TVöD erhalten. Weiterlesen
Landesarbeitsgericht Hessen Beschluss vom 18. Januar 2007 - Az: 5 TaBV 31/06 Mitbestimmungsrecht des Gesamtbetriebsrats bei Ethikrichtlinie mit Whistleblower-Klausel Leitsatz: Enthält eine Ethikrichtlinie eine verbindliche Verpflichtung, Verstöße anderer Mitarbeiter gegen dieses Regelwerk zu melden ("Whistleblower-Klausel"), so ist sie regelmäßig insgesamt gemäß § 87 Abs. 1 Nr. 1 BetrVG mitbestimmungspflichtig, unabhängig davon, ob die in der Richtlinie… Weiterlesen
Landesarbeitsgericht Hessen Urteil vom 7. November 2005 - Az: 7 Sa 473/05 Ablehnung eines schwerbehinderten Bewerbers; Benachteiligungsvermutung mangels schriftlicher Begründung Wird ein schwerbehinderter Stellenbewerber abgelehnt, ohne dass ihm die Gründe schriftlich mitgeteilt werden, so ist eine Benachteiligung wegen der Behinderung zu vermuten (§81 I S.9 SGB IX). Die Gründe können im Gerichtsverfahren nicht mehr nachgeschoben werden. Das LAG Hessen schließt sich der… Weiterlesen