Sexuelle Belästigung

I. Was fällt darunter?
II. Was ist zu tun?

I. Was fällt darunter?

Als sexuelle Belästigung zählt jedes unerwünschte auf das Geschlecht bezogene, d.h. sexuell bestimmte, Verhalten, das die Würde der betreffenden Person angreift oder angreifen soll. Dazu zählen sexuelle Berührungen, Aufforderungen, Bemerkungen, Witze sowie das Zeigen pornographischer Darstellungen.

II. Was ist zu tun?

Sexuelle Belästigungen verletzen das Persönlichkeitsrecht der betroffenen Person in oftmals schwerwiegendem Umfang.

Die betroffene Person sollte sich daher stets an bzw. gegen den Arbeitgeber wenden. Der Arbeitgeber hat eine Fürsorgepflicht gegenüber dem Arbeitnehmer1. Dazu zählt, dass er sexuelle Belästigungen durch geeignete Maßnahmen zu unterbinden hat. Dies kann von der Ermahnung bis hin zur Kündigung des Belästigenden führen. Unternimmt der Arbeitgeber keine geeignete Maßnahme, hat der betroffene Arbeitnehmer das Recht die Arbeit zu verweigern und weiterhin sein Gehalt zu verlangen. Darüber hinaus macht sich der Arbeitgeber unter Umständen schadenersatzpflichtig.


1 Aus Gründen der Lesbarkeit wird innerhalb dieses Textes das geschlechtsneutral zu verstehende generische Maskulinum als Formulierungsvariante verwendet.

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Urteil vom Montag, 27. Februar 2012 - Von: 16 Sa 1357/11

Fristlose Kündigung wegen mehrfacher sexueller Belästigung; zum Erfordernis einer vorherigen Versetzung




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